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Steinbrüche um Mörnsheim

Die Natursteinindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Mörnsheim. Die Bedeutung der Steinbrüche reicht aber noch viel weiter.

Im Bereich von Mörnsheim, Solnhofen und Langenaltheim werden die bekannten „Solnhofer Platten“ in verschiedenen Brüchen im Tagebau abgebaut. Die Entstehungsgeschichte des Natursteins reicht viele Millionen Jahre zurück, bis in die Zeit des Jurameers. Sedimente lagerten sich auf dem Meeresgrund ab und bedeckten dabei auch immer wieder Tiere. Im Lauf der Zeit versteinerten die Schichten und aus den Lebewesen wurden Fossilien.

Die Römer verwendeten im 1. und 2. Jahrhundert bereits bei der Auspflasterung eines Bodens in Theilenhofen bei Weißenburg die Solnhofer Platten. Sogar beim Dombau in Eichstätt im 11. Jahrhundert wurde diese Gesteinsart verlegt. Im Mörnsheimer Rathaus ist im Informations- und Dokumentationsraum die erste Steinbruchordnung aus dem Jahr 1674 durch Fürstbischof Marquard Scheuh von Castell nachzulesen. Viele Häuser in der Marktgemeinde waren früher außerdem mit Solnhofer Platten eingedeckt.

Großen Aufschwung erfuhr die Industrie mit der Erfindung der Lithographie durch Alois Senefelder im Jahre 1796. Für dieses Steindruckverfahren sind nur die Solnhofer Platten geeignet. Diese Entdeckung verschaffte der Solnhofer Industrie eine ungeahnte „Weltmonopolstellung“.

Der Abbau von Natursteinen im Horstberg bei Mörnsheim erfolgte ab dem Jahre 1668, im Steinbruch Hummelberg wird seit dem Jahre 1881– mit Unterbrechungen – gearbeitet. Im Steinbruch Hartbruch ist ab dem Jahre 1853 und wieder im Jahre 1927 Steinabbau aufgezeichnet.

Tipp: Steinbruchführungen mit dem Besuch eines Natursteinbruchs und eines natursteinverarbeitenden Betriebes werden auf Wunsch vom Verkehrsamt Mörnsheim organisiert.

Fossiliensuche im Steinbruch