SONSTDie Wacholderheide - Natur pur

 

Die Wacholderheide - Natur pur
Die Wacholderheide -
landschaftliches Juwel im Gailachtal


Jahrhunderte lange Beweidung hat die Hänge des Gailach -und Altmühltals geprägt. Die Folge davon sind die charakteristischen Wacholderheiden. Im Projekt „Verbund-system von Trockenbiotopen im Altmühltal" werden seit 1989 Felsen und Hutungen, die zu verbuschen drohen, wieder frei-gestellt, Weideflächen und Triebwege wiederhergestellt. Ein Besuch des Gailach -und Altmühltales lohnt sich auch aus kulinarischer Sicht: Viele Gastwirte bieten Gerichte mit dem „Altmühltaler Lamm" an. Schäfer, die ihre Flächen im Sinne des Naturschutzes als Trockenrasen beweiden lassen und so zum Erhalt der wertvollen Lebensräume für Pflanzen und Tiere beitragen, verkaufen Lammfleisch und weitere Produkte unter diesem Markennamen: Naturschutz wird erfolgreich vermarktet.












Steinbruchhalden mit Trockenrasen und
Wacholderheiden nördlich von Mörnsheim















....wertvolle Lebensräume...

Mager- und Trockenrasen sind unverzichtbare Lebensräume
für viele seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten.

Insgesamt 187 Pflanzen der Roten Liste bedrohter Pflanzen-arten, darunter nahezu die Hälfte der heimischen Orchideen-arten kommen in diesen Lebensräumen vor. Sie beherbergen daneben eine besonders reichhaltige Tierwelt. Mager- und Trockenrasen sind die artenreichsten Schmetterlingslebens-räume in Mitteleuropa. Sie bieten ferner zahlreichen Reptilien und boden- und gebüschbrütenden Vogelarten ideale Lebens-bedingungen.
Außerhalb der Alpen befinden sich in Bayern heute nur noch rd. 18.000 ha dieser Lebensräume, das ist ein Anteil von ca. 0,27 % an der Landesfläche.

Gefährdungsursachen

Mager- und Trockenrasen waren früher in Bayern weit verbreitete Lebensräume. Als einschürige Mähwiesen oder Schafweiden wurden sie seit Jahrhunderten natur schonend genutzt. Vor allem intensive Landbewirtschaftung mit Düngung und Umbruch, daneben Aufforstung, Bebauung und der Abbau von Kies und Sand führten zu einem raschen Rückgang. In jüngster Zeit bedroht zunehmend auch die Aufgabe der bisherigen extensiven Nutzung den Bestand. Sollen der charakteristische Zustand und der Artenreichtum der Mager- und Trockenrasen erhalten bleiben, müssen sie weiterhin natur schonend genutzt oder gepflegt werden. Ansonsten bewalden sich diese Flächen allmählich wieder. Die meisten der auf die typischen Standortverhältnisse angewiesenen Tier- und Pflanzenarten würden damit ihren Lebensraum verlieren.


Geschützte Lebensräume

Seit dem 1.8.1986 sind Mager- und Trockenstandorte nach Art.6d Abs.1 des Bayerischen Naturschutzgesetztes geschützt. Maßnahmen die zu Veränderungen oder zu Schäden führen, bedürfen einer ausdrücklichen behördlichen Erlaubnis. Die Erlaubnis ist zu versagen, wenn eine Maßnahme vermieden oder nicht ausgeglichen werden kann und die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege vorgehen.

Trockenrasenstandort Haunsfeld-Flurabteilung Tasche................................................................
..........................................................................zum Vergleich Fotos aus dem Jahr 1960 und 1990